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Jägervereinigung Frankenberg e.V.

 

Jagd und Naturschutz bilden eine Einheit

Schon immer gehören die Jagd und die Erhaltung von Lebensräumen eng zusammen. Während früher die nachhaltige jagdliche Nutzung der Hauptgrund der natürschützerischen Arbeit der Jäger war, steht heute die Erhaltung der gesamten Lebensraumtypen im Vordergrund. Viele Jäger gestalten und unterhalten in ihren Revieren Feuchtgebiete, Hecken, Feldholzinseln, Streuobstwiesen mit dem Ziel die Biodiversität zu erhalten und zu erhöhen. So werden Lebensräume nicht nur für Wildtiere, sondern auch für Vögel, Insekten und Wildpflanzen geschaffen und bilden Rückzugsflächen in unserer teilweise ausgeräumten Landschaft.

Darüber hinaus beteiligen sich unsere Mitglieder an revierübergreifenden Maßnahmen. Die Anlage von Streuobstwiesen in der Hegegemeinschaft „Oberes Edertal“ ist ein bis heute sichtbarer Erfolg. Der Hegegemeinschaft unter ihrem Leiter Gunther Berendes wurde dafür der Staatsehrenpreis für Lebensraumgestaltung verliehen.

Das Projekt „Lebensraum Brache“ hatte die Aufgabe, mit Saatgutmischungen die Artenvielfalt auf Stilllegungsflächen zu erhöhen und diese auch wildtiergerecht zu gestalten. Dank der engagierten Arbeit insbesondere von Landwirt Wilfried Heidel und Förster Heinz Friedrich konnten so in unserem Kreis über 80 ha gestaltet werden. Viele Besucher können sich noch an die blühenden Flächen mit ihrer Insektenvielfalt in der Feldflur erinnern . Leider ist durch eine veränderte Agrarpolitik die Grundlage der Flächenstilllegung entzogen worden. Wir Jäger bemühen uns, die gewonnenen Erfahrungen in das Blühpflanzenprogramm des „Gesetzes über erneuerbare Energien“ einzubringen. (http://www.lebensraum-brache.de)

 

In einer Umfrageaktion im Kreisteil Frankenberg ist unser Mitglied Gerhard Kalden 2009 der Frage nachgegangen, ist der Luchs bereits Standwild oder nur gelegentlich in unseren Revieren? Viele Fakten ( typische Risse, Fährten, Ranzschreie) sprechen für die Anwesenheit des Luchses. Über seine Ergebnisse berichtet Gerhard Kalden im Frankenberger Kalender.

Jäger beteiligten sich an dem vom „Bund für Umwelt und Naturschutz“ durchgeführten Wildkatzenmonitoring und brachten hier ihre Erfahrung und ihre Ortskenntnis ein. ( www.bund-hessen.de)

Bei dem Naturschutzgroßprojekt „Goldbachtal“, einem Beweidungsprojekt mit der gefährdeten Haustierrasse „Rotes Höhenvieh“, wird ein Waldwiesental bei Wangershausen wieder in der jahrhundertealten Nutzungsform bewirtschaftet. Dieses Projekt wurde auf Initiative des „Naturschutzbundes“ gestartet und von der Jägerschaft mitgestaltet. (www.weideprojekte-hessen.de)

 

Für weitere Auskünfte und Informationen rund um den Naturschutz wenden Sie sich bitte an:

 

Ansprechpartner Naturschutz:

Heinrich Engelhard

Forsthaus Karlsburg
57319 Bad Berleburg
Tel.: +49 (0) 2750 - 256

Kontakt-eMail:

 

 

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